Eure Themen für Japan

Letzter Kameracheck vor dem Abflug. Wir sind bereit!

Das war der letzte Kameracheck vor dem Abflug. Mittlerweile sind wir in Japan und setzen eure Themen um.

Wir haben euch nach euren Themenvorschlägen gefragt und ihr habt uns sehr sehr sehr viele Ideen und Hinweise geschickt. Vielen Dank! Im Folgenden haben wir versucht, eure Gedanken ein wenig zu sortieren und zusammenzuführen. Wir haben jede eurer Mails, Facebook-Nachrichten, Tweets und Kommentare gelesen. Bitte habt Verständnis dafür, dass wir nicht alle Vorschläge umsetzen können, sondern versuchen, die Themen, um die wir uns kümmern, gründlich zu behandeln. Klar, Kleinigkeiten können wir auch mal im Vorübergehen beantworten, aber gerade bei den größeren Themenkomplexen möchten wir uns gerne Zeit nehmen. Wie immer werden wir mit euch und den Leuten vor Ort gemeinsam diverse Ideen anrecherchieren und dann entscheiden, was wir (wie) umsetzen. Deshalb: Wenn ihr zu den Themen Fragen habt, Leute kennt, die etwas dazu sagen können oder euch bestimmte Themen besonders interessieren, dann gebt uns Bescheid. Bei ein paar Punkten haben wir Kommentare zur Erklärung ergänzt.

1) Politik und Umwelt

Auslandseinsätze des Militärs

Einige von euch haben es mitgekriegt: Aktuell läuft in Japan eine Diskussion über Auslandseinsätze des Militärs. Nach der gängigen Interpretation der japanischen Verfassung (Artikel 9) sind solche Auslandseinsätze verboten. Die Regierung unter Shinzo Abe will aber gerade ein Sicherheitsgesetz umsetzen, das diese Einsätze erlaubt. Aus diesem Grund finden in Japan gerade zahlreiche Demonstrationen statt, die größte am 30. August in Tokio mit etwa 120 000 Teilnehmern. Auch momentan demonstrieren mehrmals in der Woche Leute in Tokio, allerdings mit bedeutend weniger Teilnehmern.

  • Malefizschenk fragt via Twitter: Interessiert sich die japanische Jugend dafür, dass Abe die Trendwende vom pazifistischen Japan vollführt?“
  • Zu der Frage von Malefizschenk passt eine Anregung, die uns Mariko per Mail geschickt hat: Sie kennt eine junge Aktivistin der Gruppe SEALDs (Students Emergency Action for Liberal Democracy), das sind studentische Mitorganisatoren dieser Proteste. Ebenfalls über Mariko kam die Anregung, uns mit Frau Shin zu treffen, einer in Tokio lebenden Südkoreanerin, die sich unter anderem zu den Themen Diskriminierung und Feminismus engagiert.

Fukushima:

Fukushima war in deutschen Medien über eine lange Zeit ein großes Thema, kein Wunder, dass hierzu viele Rückfragen von euch kommen.

  • David hat uns über Facebook geschrieben: „Die japanische Regierung hebt ja zum Jahre 2017 hin die Evakuierungsanordnung für AKW-nahe Gebiete in Fukushima auf – und mit ihr die Entschädigungszahlungen für direkt Betroffene. Die Strahlenbelastung gebe es zwar noch, sie sei aber ungefährlich, sagt die Regierung. Auch gibt es in den Gebieten seither quasi keine Infrastruktur mehr. Meine Frage wäre schlicht: Wie erklärt die japanische Regierung den nicht direkt betroffenen Menschen das? Welche Informationen zur Strahlenbelastung werden der Öffentlichkeit mitgeteilt? Welche Meinung herrscht zu dem gesamten Vorgang?“
  • 5seras kommentiert auf unserer Seite: „Die ersten Regionen um Fukushima sind wieder freigegeben und ’surprise‘ niemand will hinziehen…gibt es Überlegungen sowas wie ein “Siedlungsprogramm” aufzulegen?“
  • Tim hat uns per Email darauf hingewiesen, dass Gänseblümchen in Fukushima angeblich wegen des Reaktorunglücks mutiert sind und möchte, dass wir diesen Fall untersuchen.
  • Karolin schreibt per Facebook, wir sollen uns mit dem Mann treffen, der in den Atomgebiet die ehemaligen Haustiere versorgt.
  • Sammy, den wir für unser Crowdfunding-Video befragt haben, wollte wissen: „Wie lebt es sich denn in der Nachbarschaft von so einer riesengroßen Atomleiche? Trefft Leute, die in den Grenzgebieten zur Sperrzone leben.“
  • Fritz, ein deutschsprachiger Journalist, der sich per Twitter bei uns gemeldet hat, weist darauf hin, dass deutsche Medien dazu neigen, nur über die Atom-Katastrophe zu berichten und darüber andere Aspekte der Ereignisse vom März 2011 zu vernachlässigen. „In Deutschland kam es so rüber, als sei die Atom-Katastrophe das einzige gewesen, was alle Japaner beschäftigt. Tatsächlich haben Erdbeben und Tsunami die Bevölkerung viel härter getroffen. Meine Eltern denken dank der deutschen Berichte bis heute, Tokio sei komplett verstrahlt – dabei ist die Hintergrundstrahlung in Berlin schon seit jeher höher.“ Das Argument mit der Hintergrundstrahlung haben wir in den letzten Tagen häufiger gehört.

In den vergangenen Tagen war Fukushima übrigens hier in Japan wieder präsenter, was unter anderem daran liegt, dass letzte Woche ein Taifun dafür gesorgt hat, dass in dem havarierten Atomkraftwerk die Entwässerungspumpen überschwemmt wurden und radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer gelangte. Bei den Demonstrationen, die wir bisher beobachtet haben, prangerten die Teilnehmer sowohl die Militäreinsätze als auch die erneute Nutzung der Atomkraft an.

Erdbeben

Wir wurden von unserem ersten richtigen Erdbeben am Samstag Morgen um 6 Uhr geweckt. Alles um uns herum hat gewackelt, allerdings nur wenige Sekunden lang. Wir haben kurz überlegt, zum Notausgang unseres Stockwerks im Hochhaus zu laufen, uns dann aber dagegen entschieden, weil es so schnell vorbei war. Generell sind Erdbeben in Japan Alltag, die meisten bemerkt man gar nicht.

  • Darauf weist auch Jens hin, der selbst vor Kurzem in Japan war: „Ich verstehe die deutsche Aufregung zum Thema Erdbeben nicht. Berichtet doch mal darüber, wie routiniert Japaner damit umgehen.“

Flüchtlinge

  • Flüchtlinge sind in Deutschland gerade ein Riesenthema, in Japan irgendwie gar nicht. Darauf weisen auch Nico und Claudia hin. Nico: „Hab gehört, dass Japan 2014 14 (!) Asylbewerber aufgenommen hat. Sicher ne Recherche wert…“ Und Claudia: „Japan hat seit 1982 ca 700 Asylanträge befürwortet! Ein Thema für Crowdspondent in Japan!“

2) Männer und Frauen, Liebe und Sex

  • Marion hat uns in unserem Crowdfundingvideo vorgeschlagen, dass wir in ein japanisches „Liebeshotel“ gehen sollen. Sie hat nämlich herausgefunden, dass Emojis aus Japan kommen und es ein Emoji mit einem Haus und einem darüber stehenden Herz gibt, das „Liebeshotel“ bedeutet. Wir sollen erzählen, wer da hingeht und wieso.
  • Das passt ganz gut zur Frage von Christina, die uns auf Facebook geschrieben hat: „Wie sieht Dating in Japan aus, wenn viele über 30 noch Single sind und Zuhause wohnen?“ Sammys Einwurf geht auch in die Richtung: „Ich habe gehört, dass junge Japaner keinen Sex mehr haben. Stimmt das?“
  • Manú hat uns den Link zu einem Tumblr geschickt, der Tinder-Profile von Japanern auflistet und meint dazu: „Das Verhalten von Japanern beim Tinder soll sehr „speziell“ sein. Die Profilbilder sind jedenfalls sehr…sehr…humm…lustig.“
  • Euch interessiert aber nicht nur das Kennenlernen: Sebastian und seine japanische Frau haben sich beim Frühstücken über Elternzeit in Japan unterhalten. Er hat sich gefragt, wie die gesetzlichen Regelungen zu Elternzeit, Elterngeld und ähnlichem sind und was die Japaner daraus machen: „Wird das überhaupt angenommen, insbesondere von Vätern? Wie stehen die Arbeitgeber dazu (vermutlich nicht so positiv…)?“
  • Christina will wissen, wie das normale Leben eines Maids abläuft: „Das sind die Mädchen, die in Tokio überall in den Kaffees arbeiten und den Männern Interesse vorgaukeln. Wie kommen sie zu ihrem Job und wie geht es danach für sie weiter.“ (Maid Cafés sind für gewöhnlich Cafés, in denen die Kellnerinnen im Dienstmädchenlook eine Art Rollenspiel mit ihren Gästen spielen, bei dem sie sehr unterwürfig und zuvorkommend auftreten).
  • David weist uns darauf hin, dass es mittlerweile auch Maid Cafés gibt, in denen junge Männer die Rollen der Frauen übernehmen. „Also Crossdressing. Schaut euch das mal an!“

3) Kultur, Essen und Trinken

  • „Essen Japaner eigentlich wirklich soviel Sushi?“, will Carina von uns wissen und Caro fragt auf Facebook: „Trinken die Japaner eigentlich wirklich so viel Matchatee um gesund zu bleiben und um alt zu werden?“
  • Chrissi fordert per Facebook:“ Auf jeden Fall müsst ihr ne traditionelle Teezeremonie miterleben!!“
  • Malefizschenk fragt: „Sind Onsen auch bei den Jungen beliebt oder nur Wellness für Alte?“
  • „Pennen die Leute wirklich in der Ubahn?“, will Michi wissen. Außerdem sollen wir zum Thema „Wohnen“ recherchieren, das wünschen sich auch noch andere von euch und weisen unter anderem auf den Platzmangel in Tokio hin.
  • Dirk hat auf Twitter einfach mal alle Stichworte ausgepackt, die in seinem Kopf zum Thema Japan vorhanden sind: „Ikebana, Geschenke, Toiletten, Kimono, Übernachtung im Ryokan, private Einladungen, Etikette, Gärten… Wohnsituation in Großstädten, Zugfahrt, Manga, verbotene Stadt, Nudelküchen, Fukushima, Sumo, Teezeremonie.“
  • Kumi hat folgenden kulinarischen Tipp über Twitter bei uns gelassen: „Esst bei Mister Donut einen Pon de Ring.“
  • Ronja fragt: „Woher kommt es das Japaner, wenn sie in Europa sind, so viel fotografieren? Machen sie das Zuhause auch?“
  • Max möchte, dass wir eine deutsche Blasmusik-Gruppe begleiten, die gerade durch Japan tourt.
  • Coolray wünscht sich von uns Berichte, „die weniger nach dem Motto „Ach, sind die seltsam“ geschrieben werden.“ Stattdessen sollen wir hervorheben „was Japaner ausmacht, was sie denken und fühlen und wie sie leben. Und das Ganze ohne oberlehrerhafte Wertung.“
  • David wünscht sich eine Auswanderungsgeschichte von jemandem, der aus aufgrund seines Fantums nach Japan gegangen ist. Er meint, dass viele Manga-Fans nach Japan auswandern. Hierzu der Hinweis von uns: Bist du, der das gerade liest, zufällig so jemand? Gerne melden!
  • David hat noch mehr Ideen und will unter anderem, dass wir uns mit dem momentanen Sailor Moon Revival und der japanischen Queer-Szene beschäftigen.
  • Lisbeth möchte, dass wir uns mit Apnoe-Taucherinnen unterhalten: „Diese spezielle Art des Tauchens dürfen nur Frauen durchführen und die gehen auch mit 80 noch runter zum Algentauchen. Die Kultur stirbt aber langsam aus.“
  • Alex, David und Jens schlagen unabhängig voneinander die „Volkskrankheit Pachinko“ vor. „Pachinko-Hallen sind so Spielhallen, in denen Death Metal läuft auf 120 Dezibel. Da rennen die Leute scharenweise hin und es ist ein No-Go anzusprechen, warum das so ist“, so Jens.
  • Tim und Karolin interessieren sich mehr für die japanische Handwerkskunst. Tim begeistert sich schon seit längerem für japanische Wandschirme (jap. 屏風, byōbu, wörtlich: „Windwand“). Er hat sogar mal versucht, einen nachzubauen. Wir sollen für ihn schauen, ob es heute noch Werkstätten oder Handwerksbetriebe gibt, die diese in traditioneller Technik herstellen, wie es da zugeht und welchen Markt sie haben in einem Land mit hypermodernem und hochtechnisierten Lifestyle.
    „Bitte mal die Handwerker besuchen“ war auch ein Wunsch von Karolin. Metallfreie Holzverarbeitungen, Stoffdrucke, so was.
  • Sebastian schreibt auf Twitter: „Übernachtet in jedem Falle auf Koya-san (ein Berg bei Osaka) und interview Kurt Kübli. Ein Erlebnis!“ (Kurt Kübli ist übrigens ein Schweizer Mönch, der dort lebt.)

4) Wirtschaft, Hightech und Arbeitsmarkt

  • Japan wird immer als ein hoch effizientes Land angesehen, hat uns Benjamin auf unserer Facebook-Seite geschrieben. Er hat sich gefragt, wie es Menschen geht, die quasi nur Leistung erbringen müssen. 
  • Karolin meinte zum Thema Arbeitsleben: „Ist das wirklich so, dass die Japaner ihr ganzes Leben nur lernen und arbeiten als Normalbürger?“
  • Christina hat davon gehört, dass es in Japan viele arbeitslose junge Leute gibt, die bis Mitte 30 noch bei den gut verdienenden Eltern wohnen. Das Ergebnis soll sein: Hohe Depressionsquote, sexuelle Frustration und dadurch auch eine geringere Geburtenrate. Hat die Arbeitslosigkeit damit was zu tun? „Was ist da dran oder wollen wir das vielleicht nur so sehen?“
  • „Japan vereint die größten Ängste unserer Wirtschaft: 1. sie haben eine höhere Staatsverschuldung als Griechenland und 2. bei ihnen herrscht Deflation. Wie schafft es das Land, trotzdem noch so gut dazustehen?“, hat uns Simon per Facebook-Nachricht gefragt. Interessant ist dabei vor allem, dass der Staat seine Schulden fast ausschließlich bei der eigenen Bevölkerung hat.
  • 5seras Kommentar auf unserer Seite knüpft daran an: „Stimmt es, dass die über 200% Staatsverschuldung nicht wirklich ein Problem sind, weil sie bei den Keiretsu liegen – und gibt es die überhaupt noch?“ (Keiretsu ist laut Wirtschaftslexikon „ein japanisches Unternehmensnetzwerk, das sich aus einer großen Zahl vertikal verbundener Unternehmen zusammensetzt und dessen wesentliche Charakteristika die langfristigen und familienähnlichen, durch gegenseitiges Vertrauen gekennzeichneten Beziehungen zwischen den beteiligten Unternehmen sind.“ Eines der größten Keiretsu: Mitsubishi.)
  • 5seras will außerdem noch wissen, wie die Fußgängerzonen in verschiedenen Städten aussehen: So wie bei uns, mit unterschiedlicher Architektur, aber gleichen Geschäften? Also: „Gibt es diese Shopping-Oligopole auch auf der anderen Seite der Welt?“ Außerdem meint er: „Ich glaube zu wissen, dass es in Japan nie SMS gab, sondern das japanische Handys seit jeher Internet haben und stattdessen Mails versenden.“ Fahren Unternehmen dort also andere Strategien als in Deutschland?
  • „In Japan gibt es wenige Start-Up’s, weil Innovationen meistens innerhalb der großen Unternehmen stattfinden, da Japaner sehr stark an ihre Arbeitgeber gebunden sind.“ Jens hat uns das erzählt und fände es gut, wenn wir japanische Gründer treffen und sie fragen, welche Probleme sie haben.
  • Marieke interessiert sich für japanisches Spielzeug: „Was ist aus Tamagotchi und Co geworden? Warum kommt so viel Videospielzeug aus Japan?“
  • Myriam und Alex schlugen unabhängig voneinander vor, dass wir im Roboter-Hotel übernachten sollen. Wir haben gesehen, dass es dazu in der aktuellen ZEIT schon einen Erfahrungsbericht gibt.
  • Und Max möchte, dass wir uns mit anderen Androiden beschäftigen: den emotionalen Robotern, also den Robotern mit Gefühlen, die gerade auf den japanischen Markt kommen.

5) Sport

  • Michi will wissen, wieso so viele Japaner erfolgreich in der deutschen Bundesliga unterwegs sind. „Kagawa, Okazaki, Sakai… In der Bundesliga rennen wirklich viele gut ausgebildete und fitte Japaner rum. Da würde mich interessieren, wer da genau die Strippenzieher sind und wer dafür sorgt, dass die Jungs irgendwann in der Bundesliga landen.“
  • Karolin schreibt per Facebook: „Ich finde japanischen Tanz, vor allem Butho so spannend, gibts da eine moderne Bewegung?“

6) Gesellschaft, Geschichte und Demografie

  • Lara und Lorenz interessieren sich fürs japanische Schulsystem: „Ist der Druck für japanische Kinder höher als bei den deutschen Kindern?“
  • Karin fragt per Mail: „Wie gut nehmen die Japaner die Energiesparkampagnen des japanischen Umweltministeriums Cool Biz und Warm Biz an?“
  • Brigitta hat uns per Facebook-Nachricht nach dem Umgang mit der jüngeren Geschichte in der Gesellschaft und im Unterricht gefragt. Sie hatte eine Freundin aus Südkorea in Deutschland zu Besuch, die sehr erstaunt darüber war, wie Deutschland mit der eigenen Vergangenheit umgeht. „Sie meinte, dass Japan bezüglich der Besetzung Koreas (von 1910 bis 1945) eher eine gegenteilige Strategie fährt: Keine offiziellen Schuldeingeständnisse und eine verdrehte Darstellung der Geschichte im Unterricht. Ich würde gerne wissen, ob das tatsächlich der Fall ist, oder ob das wiederum eine falsche Darstellung von koreanischer Seite ist.“
  • „Gibt es eigentlich einen Kamikazeflieger, der einen Kamikazeflug überlebt hat, könnt ihr den besuchen?“, wünscht sich Marieke.
  • Malte fordert uns auf: „Besucht die Ainu!“ (Die Ainu ist die Indigene Bevölkerung Nordjapans).
  • Torsten schreibt uns: „Japan altert, das wisst ihr sicher schon. Aber hat die Regierung in Sachen Einwanderungspolitik etwas dagegen getan?“ Er war selbst schon mal in Japan und sagt, dass es unheimlich schwer ist, sich als Ausländer zurecht zu finden, auch wegen der Schriftzeichen und der Schüchternheit vieler Japaner. Und: „Einwanderer aus Indonesien oder anderen Ländern werden nicht begrüßt, obwohl das Land Arbeitskräfte braucht (trotz Robotern in der Pflege).“
  • Außerdem wünscht sich word@consume, unabhängig von konkreten Themen: „Besucht ländliche Gebiete!“

Wie gesagt, eine Menge Anregungen. Wenn ihr Kommentare und Tipps zu den Ideen habt, meldet euch! Wir sind gespannt, was wir gemeinsam erarbeiten werden!

11 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Vielleicht ein paar Anregungen zu zwei genannten Themen:

    – Die Apnoetaucherinnen heißen „Ama-san“ und sehr bekannt für seine Ama-san ist das Städtchen Toba (https://goo.gl/maps/vig0E). In der Nähe ist übrigens des Ise-Schrein, höchstes Heiligtum des Shintoismus. Auch eine Reise wert 😉
    Vor zwei Jahren gab es nach Ausstrahlung der Serie „Amachan“ (https://en.wikipedia.org/wiki/Amachan) einen kleinen Ama-san-Boom. Die Serie spielt allerdings in der Tohoku-Region, die ja von der Tsunamikatastrophe besonders getroffen wurde.

    – zu dem Byobu-Thema, in Yanaka gibt es das Atelier eines… nicht-Japaners (Amerikaner, Australier oder so), der glaube ich auch so Wände bemalt (https://goo.gl/maps/9dWnn).
    Zum Thema „Ausländer in Japan, die dort japanische Traditionen weiterführen“ sei euch auch der Besuch von David Bulls „Mokuhankan“ in Asakusa ans Herz gelegt (https://goo.gl/maps/9MdY4), ein lustiger Typ, hat viel zum Thema Ukiyo-e zu erzählen!

    Und bitte, bitte, nicht noch mehr Fukushima (zur Gänseblümchengeschichte: http://m.snopes.com/nuclear-mutant-daisies/)…

    Viel Erfolg bei der Arbeit!

    Sebastian

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  8. Ich bin geplättet, dass hier noch nicht von Kyoto die Rede war … für mich einfach DER tollste Ort in Japan. Nara im Norden ist auch sehr empfehlenswert: ich habe sehr nette Erinnerungen an ein Ryokan und absolut phantastische Landschaft dort oben. Und Beppo ganz im Süden, wo man Affen in Heißquellen baden und dann mit hochroten Gesichtern rumlaufen sehen kann.

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