„Schinken gehört nicht auf den Penis“ – Zu Besuch bei Künstler Levi Wolffe

Einige von euch wollten, dass wir uns mal mehr mit Kunst und Kultur beschäftigen, abseits vom Mainstream, von Subventionen und der großen Öffentlichkeit. Levi Wolffe, den wir auf der Ostrale kennengelernt haben, ist dafür genau der richtige Typ. Er macht Kunst aus alten Videokassetten und verpackt seinen Penis für die Kunsthochschulbewerbung gern mal in Schinken.

Levi hat Glück, dass er mit seiner Kunst nicht nur seine Miete zahlen kann. Und das, obwohl er noch studiert. Innerhalb der Kunstszene wurde er bekannter, weil er eine Einzelausstellung an seiner Schule hatte. Die Konkurrenz ist groß: In diesem Jahr „haben sich rund 4.800 junge Menschen in Deutschland für bildende Kunst, Malerei, Bildhauerei oder das Studium neuer Medien an den Hochschulen eingeschrieben“, schreibt die Deutsche Welle. Und vor allem junge unbekannte Künstler müssen nebenbei noch in anderen Jobs Geld verdienen, weil sie allein von ihrer Kunst nicht leben können.

Die Schinkenmappe gibt es leider nicht mehr. Levi hat davon auch kein Foto – also, falls es da draußen jemanden gibt, der eines hat, bitte melden! Bei den Professoren haben wir es schon versucht. Den Antwortbrief der Kunsthochschule könnt ihr im Internet noch nachlesen, zum Beispiel bei Kotzendes Einhorn.

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Unsere TV-Sendung auf EinsPlus wird erst wieder ab 21.9. ausgestrahlt (wie gewohnt 17:15 Uhr). Also keine Sorge, wir wurden nicht abgesetzt. Alle Videos gibt es aber weiterhin jede Woche auf unserer Seite und in der ARD-Mediathek.

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