Eure Deutschland-Ideen Teil 2

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Wir brauchen eure Hilfe! Hier kommt der zweite Teil eurer Themenvorschläge für unsere große Deutschland-Recherche. Habt ihr zu diesen Ideen noch Ergänzungen, Geschichten, Recherche-Tipps oder Ansprechpartner? Was haltet ihr von den Vorschlägen? Fällt euch noch was anderes ein? Und: Habt ihr spannende Übernachtungsorte für uns?

Runde 2:

1) Regina findet, dass ältere Menschen (70+) von Medien übersehen werden – obwohl sie so viele spannende Geschichten zu erzählen haben. Sie schlägt uns vor, mal in einer Alte-WG vorbeizuschauen. Wir wollen wissen: Wie leben Oma und Opa da so mit ihrer Gang? Gibt’s einen Putzplan oder Stress, weil jemand seine Zähne immer überall rumliegen lässt?

2) Matthias hat uns vorgeschlagen, uns mit dem deutschen Familienrecht auseinanderzusetzen. Was passiert, wenn zwei Menschen um ein Kind streiten? Wird da wirklich nach dem Kindeswohl geschaut? Wer macht die Gutachten? Welche Ausbildung haben Familienrichter? Er ist selbst Anwalt und meint: Da läuft einiges schief.

3) Einige Vorschläge von euch gingen in die Richtung „Macht mal was über Kultur abseits vom Mainstream!“ Also Musik und Kunst, die nicht massentauglich ist, wenig subventioniert wird oder abseits der großen Öffentlichkeit stattfindet. Wir sollen zum Beispiel einen jungen Symphoniker begleiten, kurz vor dem Auftritt oder uns mit Underground-Hiphop beschäftigen. Fällt euch dazu noch mehr ein?

4) Jörgen hat uns auf der Veranstaltung „Urban Journalism“ angesprochen, bei der wir auf der Bühne von unserer Flüchtlings-Recherche erzählt haben. Er wünscht sich, dass wir im Harz tauchen lernen. Später hat er diesen Auftrag noch per Twitter konkretisiert: „Findet das erste Schulenberg im Harz.“ Und das scheint unter Wasser zu liegen…

5) Der letzte Sommer: Claudia interessieren die Leute, die gerade mit der Schule fertig sind und im Herbst ihre Ausbildung beginnen: „Wovon träumen diese Jugendlichen? Was erhoffen sie sich? Wie verbringen sie den ersten Sommer nach der Schulzeit?“

6) Philipp will, dass wir nach Mügeln fahren. Ein Dorf, dass 2007 und 2009 mit Hetzjagden auf Inder in den Schlagzeilen war. Er fragt sich, wie die Stimmung dort wohl heute ist.

7) Länderfinanzausgleich – Christine schrieb uns per Mail, dass sie gerne mehr über die Geldverschiebung zwischen armen und reichen Bundesländern wissen möchte: „Wohin fließt eigentlich das Geld, das die „reichen“ für die „armen“ Bundesländer ausgeben?“

8) Innovations-Deutschland: Michael schickt uns zu den Entwicklern der Produkte von morgen:

9) Christine bittet uns per Facebook-Nachricht darum, dass wir „mithelfend auf einem Bio-Bauernhof übernachten. Da könnte man auch noch das Thema dranhängen: Wie geht es eigentlich unseren Bauern in Deutschland? (Mindestlohn, Solidarische Landwirtschaft, Bio-Aussteiger,…)“. Christian interessiert sich ebenfalls für Bauernhöfe, er will aber lieber, dass wir uns um Probleme im Bereich Massentierhaltung kümmern. Lassen sich diese beiden Themen vielleicht verbinden?

10) „Trefft einen Drohnenbauer!“ Markus hat sich bei uns darüber beschwert, dass man in Deutschland zu wenig von der Technik mitbekäme, die hinter umstrittenenen Produkten wie beispielsweise Drohnen stecke. Wir sollen uns mit den Menschen treffen, die Drohnen entwickeln und die Fähigkeiten, Visionen und Ängste der Entwickler beleuchten.

11) „Was machen eigentlich die Leute heute, die früher nackt in der Bravo abgebildet waren?“ Das wollte einer der Zuschauer beim Urban Journalism Salon in Berlin wissen, wo man uns nicht nur anquatschen, sondern auch Auftragszettel ausfüllen konnte. Eine sehr gute Frage! Kennt ihr vielleicht jemanden?

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Na, was sagt ihr zu den Vorschlägen? Wir sind gespannt, wie und wo unsere Reise weitergeht. Also: Schickt uns weiterhin Ideen, gebt uns Tipps, schickt uns weg!

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Lisa, hallo Steffi,

    schöne Ideen, die da an euch rangetragen wurden. Gerade die Sache mit dem Familienrecht würde mich brennend interessieren, denn auch ich bin der Meinung, dass hier viel falsch läuft. Nagelt die Leute doch einmal fest und außerdem würde mich in diesem Zusammenhang interessieren, ab wann denn die Meinung eines Kindes wirklich etwas zählt und woran der Reifegrad und die Glaubwürdigkeit eines Kindes bitte festgemacht werden.

    Ein weiteres Thema habe ich aber auch noch für euch:
    Setzt euch mit dem Leben von Menschen auseinander die an Borderline erkrankt sind. Kommt dazu am besten nach Nürnberg. Im Nordklinikum gibt es eine Krisen- und Therapiestation auf 20IV links und die Oberärztin Fr. Dr. Christine Bofinger engagiert sich außerdem noch für den dort angesiedelten Borderline Trialog (http://www.borderlinetrialog.de/standort-nuernberg/index.html) und war auch bei der Borderline Demo letztes Jahr sehr engagiert. Von ihr könnt ihr vielleicht etwas mehr über Menschen in Erfahrung bringen, die ein Leben führen, dass häufig von Vorurteilen und Ablehnung gekennzeichnet wird, weil man diese psychische Krankheit oft äußerlich sieht, aber sich so recht damit keiner auseinander setzt. Außerdem dürfte sich auf der Station die Gelegenheit bieten mit Borderline Patienten zu reden. Vielleicht habt ihr Lust über eine Krankheit aufzuklären, die schon längst nicht mehr so selten ist, aber bei weitem nicht in der Gesellschaft angekommen ist.

    Weiterhin viel Spaß auf eurer Deutschlandtour und für uns noch ganz viele tolle Berichte wünscht
    Sabrina

  2. „weil jemand seine Zähne immer überall rumliegen lässt?“ –> hahahahaha
    Obwohl diese Themadarstellung die lustigste war, denke ich, dass ich gern mehr über Nummer 5 und 11 lesen würde.
    Viel Erfolg euch!

  3. Hey Lisa, hey Steffi. Ich bins, Martin, der Münchner Pickup Guru 😀 (PS: wir spielen das Ganze jetzt Ende August in Johannesburg) Meine Idee für euch wäre, mal so einen Pilgerweg für ein paar Tage abzulaufen (da gibt es in Deutschland ja nun wirklich genug, grade in Bayern und grade im wunderschönen Allgäu). Denn es gibt kaum ein Setting, indem man mit den verschiedensten Leuten, egal ob Informatiker oder Biobauer, so schnell deep gehen kann. Die allermeisten sind dort ja auf der Suche, und sowas geht immer unter die Haut ! RocknRoll ihr zwei, viel Spaß noch ! lg,m

  4. Vor ein paar Tagen habe ich in der örtlichen Presse einen Artikel über ein bundesweit einmaliges Projekt zur Rettung ausgesetzter und verwaister Katzenbabies im Alter von unter zehn Wochen gelesen: Katzenbabyrettung Mittelhessen (Disclaimer: Selber kenne ich den Verein nur aus dem Bericht und von der Website). Vielleicht freuen sich die Initiatoren über einen Bericht und vielleicht ein solcher dazu führen, dass diese wunderbare Initiative Nachahmer findet. Anscheinend werden vor allem im Sommer verstärkt Kätzchen ausgesetzt. Erst neulich wurde im Umkreis ein Katzenbaby aus einem Eisencontainer gerettet. Daher würde ich euch gerne nach Mittelhessen schicken.

    Und: Da Ihr ja auch über YouTube und Euren Blog berichtet, gehören Katzen doch irgendwie in jedem Fall dazu 😉

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