Schaut euch weg: Wo landet unser Plastik?

Unser erstes Video ist fertig! Wir haben auf Helgoland recherchiert, was mit unserem Plastikmüll passiert. Der landet nämlich gar nicht so selten im Magen von Fischen.

Ihr wollt mehr

dazu wissen? Hier ein paar zusätzliche Details, die wir bei unserer Recherche zum Thema herausgefunden haben und Fragen, die wir uns zwischendrin gestellt haben:

  • Anfang Juli berichteten viele Medien über eine Studie, in der herausgefunden wurde, dass viel weniger Plastik im Meer schwimmt als bisher angenommen. Das ist aber keine gute Nachricht, denn sie deutet darauf hin, dass das Plastik irgendwo anders hin verschwindet. Zum Beispiel in den Mägen der Fische, die wir hinterher aufessen. Übrigens: Der Fischmagen wird von Menschen normalerweise nicht mitgegessen, dementsprechend wird euer nächstes Dorsch-Menü wohl keine Plastikfüllung beinhalten. Trotzdem wirkt sich das Plastik negativ auf die Gesundheit des Gesamtfisches aus (z.B. durch die im Beitrag angesprochene hormonähnliche Wirkung von im Plastik enthaltenen Zusatzstoffen) und den isst man ja sehr wohl mit.
  • Ist es eigentlich in Ordnung, Fische für Forschungszwecke aufschneiden? Christoph und wir haben auch darüber gesprochen. Da es sein Ziel ist, den Fischen ein besseres (d.h. möglichst plastikfreies Leben) zu ermöglichen, finden wirs ok. Die Fische konnten übrigens hinterher auch noch weiterverwertet werden (also aufgegessen werden).
  • Jährlich werden in Deutschland 5,3 Milliarden Plastiktüten verwendet. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es mehrere hundert Jahre dauert, bis Plastik abgebaut wird.
  • Wir haben Christoph gefragt, was wir selbst besser machen könnten, wenn es um unseren Plastikkonsum geht. Er empfiehlt uns: Plastiktüten und Coffee-To-Go-Deckel aus Plastik meiden, gerade die Einwegtüten seien besonders schlecht. Außerdem warnt er vor dem im Video auch angeführten Mikroplastik, das zum Beispiel Kosmetikartikeln zugesetzt wird. Wir sollen keine Zahnpasta, Peelings oder Duschgels mit kleinen Plastik-Kügelchen (Polyethylen) benutzen, denn das darin enthaltene Mikroplastik kann besonders leicht von Fischen verschluckt werden und zu inneren Verletzungen führen. Auch wenn einige Kosmetikhersteller schon einlenken: Es gibt immer noch genug Produkte, die Mikroplastik enthalten. Projekte wie „Original Unverpackt“ setzen sich für plastikfreies Einkaufen ein.
  • Auch Kollegen von uns haben schon über Plastik und Mikroplastik berichtet. Wir haben uns dieses Feature vom Zündfunk (Autorin: Bärbel Wossagk) angehört, in dem auch die Müllberge auf den Ozeanen angesprochen werden. Sehr hörenswert. In diesem Puls-Film von Peter Künzel geht’s ebenfalls um Müll und darum, wie wir ihn vermeiden können.

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