Endspurt! Wen wir zum Finale noch treffen durften

Unsere letzte krasse Begegnung: Dieser Mann wohnt als letzter Verbliebener auf dem Gelände, auf dem früher seine Favela stand. Mit drei Hunden lebt er in vier Holzbrettern.

„Ich bleibe hier.“ Krasse Begegnung am vorletzten Tag: Dieser Mann wohnt als einziger Verbliebener auf dem Gelände, auf dem früher seine Favela stand. Mit drei Hunden lebt er in nun in vier Holzbrettern.

Unsere letzten Tage in Brasilien verfliegen gerade und irgendwie haben wir versucht, in die vergangenen 48 Stunden noch alles an Recherche hinein zu quetschen, was wir bisher nicht geschafft haben. Etwas wahnsinnig und erschöpfend. Also nur ein kurzes Update: Wir haben uns auf euren Wunsch noch einmal mit Rapha de Junior getroffen, dem Atomphysiker aus Rio de Janeiro. Diesmal hat er uns erzählt, wieso sein bester Freund in den 70er Jahren aus einem Flugzeug in den Atlantik geschmissen wurde und was das Problem mit den brasilianischen Atomkraftwerken Angra 1 und Angra 2 ist.

Wiedersehen mit dem Atomphysiker Rapha de Junior. Diesmal erzählte er uns von der brasilianischen Militärdiktatur.

Wiedersehen mit dem Atomphysiker Rapha de Junior. Diesmal erzählte er uns von der brasilianischen Militärdiktatur.

Außerdem sind wir den letzten Spuren unserer Favela-Recherche gefolgt. Wir waren gemeinsam mit der Soziologin Claudia Sanen an den Orten unterwegs, an denen die Menschen gelandet, deren Zuhause von der Regierung platt gemacht wurde und haben einen Mann getroffen, der als letzter Verbliebener auf einem ehemaligen Favela-Gelände lebt.

Unterwegs mit Soziologin Claudia Sanen. Sie befragt Favela-Vertriebene.

Unterwegs mit Soziologin Claudia Sanen. Sie befragt Favela-Vertriebene.

Unser Aufenthalt bei ZEIT-Korrespondent Thomas Fischermann und seiner Familie in Rio de Janeiro ist übrigens grandios. Und das nicht nur, weil wir bei schönem Wetter auf der Terrasse schlafen konnten, sondern auch, weil wir dank extra für uns aufgestelltem W-Lan-Router einen wirklich fabelhaften Internetzugang haben.

Heute ist unser letzter ganzer Tag in Brasilien. Morgen steigen wir ins Flugzeug. Ahhhhhhhhhhh.

Habt ihr eigentlich Ideen dazu, wie und wo wir Crowdspondent fortführen können? Dann meldet euch doch bei uns.

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Präzise und freundlich haben die zwei jungen Journalistinnen in Brasilien recherchiert.

    Das ist alles sehr glaubwürdig. Vielen Dank!

  2. Euere Reiseberichte sind kurzweilig, vergnüglich und informativ. Auch wenn es in der Natur des Projektes liegt, dass die Schilderungen Euerer Erlebnisse häufig im Impressionistischen bleiben müssen, wird deutlich dass Ihr einen teilnehmenden Blick für die enormen sozialen Probleme des Landes habt und Euch die Geschichten der Betroffenen persönlich berühren. Ihr habt – im Rahmen des Möglichen – gut recherchiert und habt interessante Menschen zu Wort kommen lassen, deren Stimmen in der brasilianischen Gesellschaft oftmals kein Gehör finden. Euer deutsches Publikum hat Einblicke in den brasilianischen Alltag bekommen, die die „grossen Medien“ meistens nicht liefern wollen oder liefern können und die den meisten Touristen verborgen bleiben. Vor 25 Jahren habe ich Brasilien auf ähnliche Weise kennen gelernt und bin bis heute „hängen geblieben“. Es hat mir Spass gemacht von Eueren Eindrücken zu lesen und durch Euere Brille sehen zu können was sich für die „Neuankömmlinge“ von heute nicht verändert hat und was im Vergleich zu damals anders geworden ist. Ich wünsche Euch eine gute Heimreise und viel Erfolg bei Eueren nächsten Abenteuern! Obrigado por serem autênticas! Macht weiter so und kommt bald mal wieder!

  3. Es ist wirklich soooo schade, dass euer Abenteuer schon zu Ende geht. Es war / ist weiterhin toll eure Beiträge zu lesen und zu erfahren, wie es meinem Heimatland „wirklich“ geht – vor allem aus der Perspektive von den Landsleuten!

    Eure Frage würde ich am liebsten mit „nochmal nach Brasilien“ beantworten. Bin mit zwar sicher, dass das nicht möglich sein wird, aber hey! Das will auch, vielleicht 1000 andere auch 🙂

    Nochmals vielen Dank für den tollen Output und ich wünsche euch einen tollen und sicheren Rückflug!

  4. Ich bin froh, wenn ihr wieder zurück seid, aber ich werde die unterhaltsamen Berichte und orginellen Podcasts vermissen. Ich hatte immer das Gefühl dicht bei euch zu sein und euch ein wenig zu begleiten.

  5. Danke an Euch beide für die vielen verschiedenen Einblicke! Es hat viel Spaß gemacht mit Euch auf Reisen zu gehen! Rapha de Junior erinnert mich ja übrigens stark an Allan aus dem Roman „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“… geht das nur mir so?

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