Kaiserschnitte, hunsrückernde Brasilianer und trendy Drogen: Eure Aufträge Teil 1

landkarte

Seit dem Start unserer Seite vor zehn Tagen haben wir mehr als dreißig Ideen von euch zugeschickt, zugesteckt und zugeflüstert bekommen. Die meisten Anregungen kamen per Facebook-Nachricht, die wenigsten direkt über diese Seite.

Hier schon mal zehn Ideen, die in euren Köpfen stecken (Der Rest folgt, wir haben eure anderen Vorschläge nicht vergessen):

1. Die Favela als Trend-Ort. Seit die brasilianische Regierung einige Favelas zwangsweise befrieden lässt, zieht es immer mehr Touristen und Ausländer dorthin – auf der Suche nach einem kleinen Abenteuer. Adrian hat uns beauftragt, Europäer-WGs und Reisebusse in den ehemals gefährlichsten Orten Rios aufzuspüren.

2. Brasilien ist das Land der Kaiserschnitte: Laut unserer Ideengeberin Christiane kommen über 80 Prozent der Babys hier nicht natürlich auf die Welt. Wir sollen eine Hebamme finden, die dagegen vorgeht oder Mütter dazu befragen, warum der Kaiserschnitt so dermaßen angesagt bzw. notwendig ist.

3. Philip hat uns in unserem Anfangsvideo die Aufgabe gegeben, einen brasilianischen Vegetarier zu finden. Bonuspunkte kriegen wir, wenn, wenn wir einen brasilianischen vegetarischen LKW-Fahrer finden. Seiner Meinung nach ist das nahezu unmachbar.

4. Die Proteste gegen die WM und die Missstände im Land: Wer geht auf die Straßen, warum und mit welchem Erfolg? Viele von euch baten uns, da mal nachzuschauen. Nach unserem ersten kurzen Einblick in die Demonstrantenszene, hat uns Benni über unsere Seite darauf hingewiesen, dass es den Menschen in Brasilien, zwar nicht gut, aber doch besser gehe als vor ein paar Jahren. Deshalb will er wissen: „Was genau ist also der Grund für diese massive Unzufriedenheit? Und gibt es auch Stimmen, die gegen diese Proteste sind, gar den Zusammenhang “Probleme in Brasilien” – “Fußball-Turnier” nicht teilen?“

5. Brasilien verfügt über eine blühende DO-it-yourself-Drogenszene. Leser Sebastian will, dass wir diese Bewegungen genauer untersuchen und zum Beispiel herausfinden, wie verbreitet das Lança-Perfume, der Schuhkleber-Konsum von Straßenkindern und die Berauschung durch „VHS-Tape Tea“ ist.

6. In einigen Gebieten Brasiliens leben viele Deutsche, deren Vorfahren hierhin ausgewandert sind. Unter ihnen hat sich eine Minderheitensprache entwickelt, das Riograndenser Hunsrückisch. Martin fragt über Facebook: „WTF? In Brasilien sprechen Menschen Hunsrückisch? Seriously? Wie, warum, weshalb, wieso und gibts das immer noch? Tanzen und kochen die da dann auch Hunsrückisch? Gibt’s auch Samba-Saarländisch?“ Hierzu passend schlägt Felix uns vor, dass wir uns im deutschsprachigen Blumenau umsehen.

7. Ein „schönes Service-Stück zur WM“ wünscht sich Oliver alias @verwuerfler per Twitter. Wo kann man gut essen, schlafen, reisen? Wie kommt man an Tickets? Was muss man wissen?

8. Don Joe schlägt uns auf Facebook vor, etwas zum Thema Landgrabbing zu machen, also darüber, wie große Unternehmen oder der Staat den Bewohnern ihren Lebensraum entreißen. Elena schließt sich der Idee an und möchte, dass wir dabei im Blick behalten, inwiefern diese Probleme nicht nur Brasilianer, sondern uns alle betreffen.

9. Wir haben in Rio Susi kennengelernt, die sich für den Strand als demokratischen Ort interessiert. Sie hat an ihrer Uni in Regensburg zur Copacabana geforscht und will jetzt wissen, wie demokratisch der berühmte Strand wirklich ist. Welche sozialen Schichten sind vertreten? Sind sie dort gleichberechtigt?

10. Max hat uns damit beauftragt, herauszufinden, wieso der berühmte Künstler Selarón sterben musste. Max hat ihn letztes Jahr im Urlaub in Brasilien kennengelernt und nun in einer deutschen Zeitung gelesen, dass er tot ist. Der chilenische Künstler wurde dadurch bekannt, dass er eine Treppe, die nach ihm benannte „Escadaria de Selarón“, mit Hunderten von Fliesen aus aller Welt schmückte.

Schon mal vielen Dank für diese und alle weiteren Ideen. Falls euch noch etwas einfällt oder ihr zu den Aufträgen der anderen noch Anmerkungen oder Vorschläge habt, meldet euch doch bei uns.